Deutschland altert, aber nicht die Technologien. Insbesondere das Internet erfreut sich unter den Best Agern, auch 50plus genannt, einer großen Beliebtheit. Die Zeiten, in denen die jungen Menschen die relevante Zielgruppe im Internet darstellten, scheinen vorbei zu sein. Auch die Best Ager nehmen sich zunehmend dem Internet an – die so genannten Silver Surfer, so der Spiegel. Dieser Trend liegt in der demographischen Entwicklung begründet. Die Best Ager sind die Zielgruppe der Zukunft, denen eine wirtschaftliche Bedeutung zugesprochen werden muss.
Das Internet bietet den Best Agern vielfältige Möglichkeiten. Sie erstellen und gestalten ihre eigenen Internetseiten, mit denen sie sich an ihre gleichaltrigen Bezugsgruppen wenden und sich somit eine soziale Gemeinschaft schaffen. Freizeit, Reisen, Finanzen, Gesundheit, hier werden Erfahrungen mitgeteilt, diskutiert, ausgetauscht. Bedeutend für die Best Ager im Internet sind auch die Möglichkeiten des virtuellen Einkaufs. Lebensmittel, Bücher oder Bekleidung werden zunehmend über das Internet bezogen. Ebenso interessant für die Best Ager ist das Internet bei der Suche nach dem Partner für den gemeinsamen Lebensabend oder nach Freunde für gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten.
Das Internet, ein ort- und zeitungebunder Raum, kann sich nicht mehr auf die junge Zielgruppe fokussieren. Der Blick muss ausgeweitet werden, auf die Best Ager, die aktiv, konsumfreudig und innovationsbereit sind. Und dieses Potential gilt es auszuschöpfen. Die Internetunternehmen können dabei eine Vorreiterrolle übernehmen, indem sie der eigentlichen werberelevanten Zielgruppe, die Best Ager, mit ihren Produkten und Dienstleistungen gezielt ansprechen. Denn die junge Zielgruppe von heute sind die Best Ager von morgen, die auf ihre Konsumgewohnheiten im Internet nicht verzichten wollen.
Über Vision oder Realität entscheidet die Zukunft.
Jeder kennt das. Mit dem Alter werden Probleme, welche früher nicht der Rede wert gewesen sind, plötzlich zu nicht mehr wegzuignorierenden Störenfrieden. Das Resultat sind oft Abstriche, die der Mensch im Alltag hinnehmen muss. Einkaufen wird schwieriger, das Aufräumen der eigenen Wohnung dauert immer länger, die Wege beim Spazierengehen werden zusehends kürzer.
Das ist vollkommen normal, im Alter will der Körper eben nicht mehr hüpfen und springen, sondern ruhen und Maß halten. Selbstmitleid ist da unangebracht, man sollte sich eher überlegen, wie man mit den Problemen, sollte man welche haben, am Besten umgeht. Als erstes wären da die lieben Verwandten. Die sind jedoch leider Gottes meistens unterwegs, arbeiten oder sind anderweitig beschäftigt, und wenn man keine mehr hat, fällt diese Option sowieso weg. Außerdem ist das Gefühl, ständig auf seine Kindern oder Enkel angewiesen zu sein, auch nicht gerade erhebend. Das gilt noch viel mehr für Freunde, denen man gerne auf Augenhöhe, statt als auf Hilfe angewiesener Mensch begegnen würde.
Für die Aufräumarbeiten zu Hause bietet sich eine Putzfrau an. Natürlich, man ist automatisch der Meinung, dass die einem die Wohnung ausräumen. Das ist jedoch meistens nicht mehr als ein Vorurteil, einfach mal in die Anzeigen schauen und ein paar Leute zum Kennenlernen einladen. Wenn man Privatpersonen partout nicht vertrauen kann, gibt es auch große Firmen, die Putzfachkräfte zum Mieten bereitstellen. Das Problem dabei: Putzkräfte sind ziemlich teuer. Da gibt es, zum Teil kostenlose, Alternativen.
Es kommt natürlich darauf an, wie dringend die Hilfe im Haushalt benötigt wird, sich einfach mal zu informieren kann sicherlich in keinem Falle schaden. Gemeinnützige Verbände, die Altenpflege anbieten, gibt es eigentlich überall. Leider schwankt die Qualität sehr stark. Geschichten von Pflegern, die ihre Patienten als Opfer missbrauchen, kommen einem sofort in den Sinn, Gerüchte über Korruption in gemeinnützigen Organisationen hat man sicherlich auch schon aufgeschnappt. Ganz wichtig ist: Nicht alles glauben was man hört. Das gilt in beide Richtungen. Schreiben Sie gemeinnützige Organisationen nicht einfach ab, sondern rufen sie da mal an und fragen sie die aus.
Gleichzeitig gilt aber auch, dass sie sich keinesfalls als Patient in die Hände eines Arztes begeben. Es ist also kein unbedingtes Vertrauen angebracht. Die Pflegekräfte sind zwar alle geschult, die Organisationen kämpfen aber zum Großteil mit Geldmangel. Nicht einfach zugreifen, nur weil es kostenlos ist! Wenn Sie einen Pfleger gefunden haben, geben Sie ihm ruhig etwas Zeit, bis sie sich aufeinander einstellen können. Sollten Sie jedoch der Meinung sein, dass der Pfleger ungeeignet ist, Sie im schlimmsten Fall beleidigt oder ausraubt, dann nur keine falsche Scheu. Machen Sie seinem Vorgesetzten ausdrücklich Ihren Standpunkt klar und wechseln Sie die Organisation. Und versuchen Sie immer, so viel wie möglich noch selbst erledigen zu können, so bleiben sie aktiv!
Immer mehr Senioren sehen Mobiltelefone nicht mehr als Last jüngerer Generationen an, sondern haben selbst ein Handy. Hieraus erschließt sich bei den Herstellern ein ganz eigener Markt, der allerdings meiner Meinung nach noch nicht vollständig erschlossen ist. Zwar gibt es Sonderanfertigungen von Herstellern wie Siemens, bei denen die Handys über ein besonders großes Display verfügen oder große, gut sichtbare Tasten haben. Wichtig ist bei Senioren aber vor allem die einfache Handhabung, sind doch in hohem Alter Dinge wie mobiles Internet, integrierte Navigation, Jamba, mehrere Millionen-Farbdisplay und hyper-auflösende Kamera eher belastend als unbedingt notwendig.
“Seniorengerechte Technik” ist dabei das Zauberwort. Daher gibt es bereits Handys von No-Name-Herstellern, die nur über drei Tasten verfügen. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob es unbedingt eine Erleichterung und Vereinfachung darstellt eine Telefonnummer zu wählen, wenn man nur drei Tasten zur Verfügung hat. Die einfachste Methode an ein Senioren-taugliches Handy zu kommen ist alte Modelle von z.B. Nokia zu verwenden, die über ein großes Schwarz-weiß Display und große, leuchtende Tasten verfügen. Die alten Modelle sind für wenig Geld bei Ebay zu ersteigern oder in jedem Telekommunikationsgeschäft kostengünstig zu erstehen.
Das Klischee ist Jahrtausende alt. „Die Jugend von heute“ ist zu frech, zu laut und nimmt sich Dinge raus, die wir uns nie getraut hätten.
„Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte. Die Jugend steht nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widerspricht den Eltern und tyrannisiert die Lehrer.“ Das stammt angeblich von Sokrates, beweisen kann das aber niemand, zumindest bei Platon steht es wohl definitiv nicht.
Trotzdem – so oder so ähnlich haben wir das alle schon mal gedacht. Oder gebrüllt. Nur wenige schaffen es tatsächlich, Verständnis für die Dinge aufzubringen, mit denen die sogenannten „Jungen“ tagtäglich ankommen.
Sie schütteln den Kopf? Wohl sehr tolerant, gerade was die jungen Leute angeht? Dann habe ich hier für Sie eine kleine Liste. Wenn Sie es schaffen, nicht zusammenzuzucken, dann müssen Sie auch nicht weiterlesen. Falls Sie nicht wissen, was genau gemeint ist, können Sie trotzdem lesen, um sich bei Kontakt nicht zu sehr zu erschrecken.
HipHop. Jamba- Klingeltöne. “Der süße Schnuffel” an der Spitze der Charts. Bushido. Schnappi das Krokodil. Yogi- Oh- Sammelkarten- Spiele. Computerspiele, in denen den Gegnern das Gehirn rausgeschossen wird. Der Euro. Die Einheit. Na gut, die letzten beiden waren unfair. „The Playboy- Mansion“ im Nachmittagsfernsehen. Die 200 Euro teuren Handys, die jeden Monat gewechselt werden. Handtaschen, bei denen man sich wundert, wie sich die Zielgruppe die finanziert. Kleidungsstücke, bei denen man sich über ganz andere Dinge wundert. Oder diese Art, über Trends Bescheid zu wissen, von denen ich persönlich noch nie etwas gehört habe.
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Rentner und Senioren mögen vielleicht koordinative Schwierigkeiten im Umgang mit Technik besitzen, allerdings verfügen sie über genügend Zeit, um sich mit dem Erlernen auseinander zu setzen. Seniorengerechte Technik ist ein stark vernachlässigtes Feld, weshalb Wissenschaftler der TU-Berlin sich in einem speziellem Forschungsprojekt diesem Problemfeld verschrieben haben.
Wie die Wissenschaftler ermittelten, dauert es zwar um rund ein Drittel der Zeit länger, bis die Senioren die ihnen gestellten Aufgaben bewältigten, allerdings kamen sie mit ein wenig Übung mit allen technischen Herausforderungen zurecht. Die größte Problematik im Umgang mit der neueren Technik war die Abkehr von Grundprinzipien. Ältere Menschen gehen davon aus, dass beispielsweise nach dem Drücken einer Taste eines Handys eine unmittelbare Reaktion erfolgt. Dies bedeutet eigentlich nur, dass Senioren wie bei einem Lichtschalter, wo das Licht zu Leuchten beginnt, auch mit dem Drücken sofort eine Änderung erwarten. Die Menüführung zum gewünschten Ergebnis musste ihnen im Rahmen des Forschungsprojektes völlig neu erläutert werden.
Firmen, die sich aktiv mit seniorengerechter Technik auseinandersetzen, müssen sich bewusst sein, dass Gerät einfach zu strukturieren, ohne das es dadurch einen Qualitätsverlust erfährt. Dass ältere Menschen neue Techniken meiden ist eine weit verbreitete Mär, sie muss lediglich verständlich aufbereitet sein. Mit ein wenig Übung und einer fachgerechten Anleitung stehen auch Senioren alle Techniken offen.
Nach über 50 Jahren Arbeit freut sich ein jeder Arbeitnehmer auf seine Rentenzeit. Endlich unbegrenzte Freizeit, Reisen alle Orte der Welt und sich endlich einmal Zeit nehmen, für Dinge, die man schon immer einmal machen wollte.Aber was ist, wenn der Körper nach Jahren der Belastung einfach nicht mehr so will, wie man es sich selbst vorstellt? 50 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen, was man früher spielend bewältigt hat, fällt heute umso schwerer. Lange Flüge zu den Paradiesen dieser Erde können nicht mehr gemacht werden, weil die körperliche Anstrengung einfach zu hoch ist. Fußball spielen mit dem Enkel und ihm mal zeigen, was ein richtiger Trick ist – geht nicht, weil die Füße nicht mehr das machen, was der Kopf sich vorstellt. In solch einer Situation kann das Alter zur Belastung werden. Man muss sich darauf einstellen, zukünftig auf Hilfe angewiesen zu sein. Diese Erkenntnis ist äußerst schmerzhaft, kann aber einen in Notsituationen hilfreich sein.
Für die täglichen Dinge des Lebens wie Einkaufen, Begleitung zum Arzt oder Reinigung der eigenen Wohnung lohnt es sich, über eine Haushaltshilfe nachzudenken. Junge Menschen wie Studenten oder Schüler sind oftmals auf der Suche nach einem Job, den sie stundenweise ausführen können und der ihnen noch genügend Freiraum für Schule und Freizeitaktivitäten lässt. Anzeigen im Internet oder in lokalen Zeitungen können helfen, solche eine hilfreiche Unterstützung für das Leben zu finden.
Man sollte vor solchen Maßnahmen nicht zurückschrecken, denn sie können das eigene Leben unheimlich erleichtern und möglicherweise findet man auch Freunde, die es bereichern.